Dual-Encoder-Robotergelenke werden in der Hochleistungsrobotik zunehmend wichtiger. Doch das Hinzufügen eines zweiten Encoders ist nicht einfach nur eine Frage der Installation eines weiteren Sensors.
Der eigentliche Zweck besteht darin, zwei unterschiedliche Fragen zu beantworten:
Wie weit hat sich der Motor bewegt? Und wie weit hat sich das Robotergelenk tatsächlich bewegt?
In einem Robotergelenkmodul, das aus einem rahmenlosen Drehmomentmotor, einem Präzisionsgetriebe, einem Encoder und einem Ausgangsflansch besteht, kann der motorseitige Encoder die Motorposition und -geschwindigkeit präzise messen. Der tatsächliche Gelenkausgang kann jedoch weiterhin durch Übertragungsfehler, Torsionsverformung, Reibung, thermische Drift, Montagetoleranzen und Änderungen der externen Last beeinflusst werden.
Aus diesem Grund kann ein Robotergelenk mit zwei Encodern eine umfassendere Feedback-Architektur bereitstellen. Ein Encoder überwacht die Motorseite, während der andere die Gelenkausgangsseite misst. Zusammen ermöglichen sie es der Steuerung, sowohl die Motordynamik als auch die tatsächliche Gelenkposition zu erfassen.